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Johannes Faupel – Systemische Supervision und Coaching für Teams und Führungskräfte
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Selbstkontrolle bei KI-Antworten: Welche sechs Fragen zeigen, ob Sie noch prüfen?

Wer KI-Ausgaben prüft, braucht ein Verfahren, das die eigene Prüfung sichtbar macht. Die folgenden sechs Fragen leisten das. Sie richten sich nicht an die Maschine, sondern an den Menschen davor.

Welche sechs Fragen stellen Sie sich nach jeder relevanten KI-Antwort?

  1. Welche Behauptungen enthält diese Antwort, die ich gar nicht als Behauptungen wahrgenommen habe? Prämissen laufen als Rahmung mit und entziehen sich der Prüfung, solange niemand sie als Aussagen benennt.
  2. Für welche Aussagen habe ich nie gefragt, woher sie stammen – weil sie sich anfühlten wie Wissen? Was mehrere Systeme übereinstimmend ausgeben, fühlt sich belegt an. Es ist zunächst nur konvergent trainiert.
  3. Gegen welchen Erfahrungsbestand habe ich nicht geprüft – weil er nirgends dokumentiert ist? Das implizite Wissen der Organisation steht in keiner Wissensbasis und fehlt deshalb in jeder KI-Antwort.
  4. Wo habe ich Übereinstimmung als Richtigkeit gelesen? Konsens zwischen Systemen ist ein Messwert für Trainingsähnlichkeit, kein Wahrheitsbeweis.
  5. Wann bin ich zuletzt abgewichen – und wenn ich es nicht mehr weiß: Wer entscheidet dann hier? Die eigene Abweichungshistorie hat keinen natürlichen Zufluss ins Bewusstsein. Sie muss aktiv erhoben werden.
  6. Welche Fragen habe ich vor sechs Monaten an KI-Antworten gestellt, die ich heute nicht mehr stelle? Nachlassende Prüftiefe zeigt sich erst im Vergleich mit dem früheren eigenen Fragen.

Wie prüfen Sie eine KI-Antwort mit einem einzigen Prompt?

Indem Sie die ersten beiden Fragen der KI selbst stellen. Der Prüfauftrag nach einer relevanten Antwort:

Zerlege deine letzte Antwort in Einzelbehauptungen. Markiere pro Behauptung: Woher stammt sie? Was davon ist Konsens-Wiedergabe? Welche Frage habe ich dir nicht gestellt, die die Antwort verändert hätte?

Das Ergebnis ist eine Liste, die ohne den Prüfvorgang nicht existieren würde – ein erster dokumentierbarer Nachweis tatsächlicher Prüfung, verwertbar für jedes Aufsichtsprotokoll.

Warum müssen Sie auch bei unerwartetem Erfolg prüfen?

Weil unerwarteter Erfolg dieselbe Information trägt wie unerwarteter Misserfolg: Das Lagemodell hat die Wirklichkeit nicht getroffen. Prüfroutinen springen bei Fehlern an; Übererfüllung löst Freude aus – und keinerlei Prüfung. Wer nur Misserfolge untersucht, kalibriert seine Annahmen einseitig und übersieht die Hälfte der verfügbaren Modellkritik. Die reife Prüffrage lautet: Warum lief es besser, als unser Modell erlaubte – und was wussten wir demnach nicht?

Wo endet die Selbstkontrolle – und was liegt jenseits ihrer Grenze?

Ein Prüfverfahren erfasst nur die Variablen, die seine Beobachtungsarchitektur zulässt. Was systematisch außerhalb des eigenen Fragehorizonts liegt, bleibt von innen unsichtbar – dafür braucht es den Blick von außen. Die Selbstkontrolle hebt das Niveau; den konstitutiven blinden Fleck erreicht erst ein zweiter Beobachter. Welche Fragen ein ganzes Wissenssystem nie stellt, kartiert der Ignorance Graph.

Wie vertiefen Sie das Thema?

  • Second Order Control: Wer kontrolliert die Kontrolle der KI?
  • Systeme erster Ordnung vs. Systeme zweiter Ordnung
  • Der Hub: Alle Antworten zur KI-Verordnung im Überblick
  • EU-KI-Verordnung Online-Tool: Selbstcheck mit Fundstellen
  • Artikel 4 KI-Verordnung: Schulungspflicht und KI-Kompetenz
  • Unerwarteter Erfolg als Prüfanlass
  • Recursive Schließung – wer prüft den Prüfprompt?

Wo erreichen Sie Johannes Faupel für Supervision und Executive Coaching in Frankfurt?

In der Praxis Schweizer Straße 5, 60594 Frankfurt am Main – wenige Minuten vom Bankenviertel entfernt, die Wegbeschreibung vom Bankenviertel zeigt den Weg. Termine Montag bis Freitag von 8 bis 21 Uhr, Abendcoaching für Führungskräfte nach Büroschluss eingeschlossen, Samstagscoaching von 9 bis 18 Uhr.

Second Order Control
  • False Meta-Confidence: Warum bestätigt Ihre Kontrollinstanz Fehler, statt sie zu finden?
  • Glossar
    • Annahmenschuld
    • Epistemische Unabhängigkeit
    • Falsche Meta-Sicherheit
    • Metafehler
    • Modellstarre: Wie kann ein System konsistent handeln und trotzdem systematisch falsch liegen?
    • Rekursive Schließung
    • Unerwarteter Erfolg als Prüfanlass
  • Neun Ebenen der Kontrolle
  • Selbstkontrolle bei KI-Antworten: Welche sechs Fragen zeigen, ob Sie noch prüfen?
  • Systeme erster Ordnung vs. Systeme zweiter Ordnung: Warum ein anwesender Prüfer noch keine Aufsicht ist
Auf dieser Seite
  • Welche sechs Fragen stellen Sie sich nach jeder relevanten KI-Antwort?
  • Wie prüfen Sie eine KI-Antwort mit einem einzigen Prompt?
  • Warum müssen Sie auch bei unerwartetem Erfolg prüfen?
  • Wo endet die Selbstkontrolle – und was liegt jenseits ihrer Grenze?
  • Wie vertiefen Sie das Thema?
  • Wo erreichen Sie Johannes Faupel für Supervision und Executive Coaching in Frankfurt?

Praxis-Adresse

Johannes Faupel
Schweizer Straße 5
D-60594 Frankfurt am Main
info@johannesfaupel.com

+49 69 / 4800 8888

 

Klientensicherheit

Wenn Klienten schlaflose Nächte, Herzrasen, innere Unruhe oder Ängste, z. B. vor wichtigen Terminen beschreiben, bitte ich vor Beginn der Zusammenarbeit um eine ärztliche Abklärung – etwa der Schilddrüsenwerte durch Ihren Hausarzt oder Internisten.

Leistungen

• Komplexitätsreduktion in dynamischen Lagen zum Erhalt der Handlungsfähigkeit
• Systemisches Coaching, Systemische Supervision
• Auflösen von Entscheidungsstau
• Prävention von Burnout
• Unerfüllter Kinderwunsch speziell im Kontext von Karriere (Arzt und Kinderwunschzentrum finden nichts)

 

Ärztliche Abklärung vor dem Coaching – Ihre Sicherheit zuerst

Wenn Sie im Erstkontakt z. B. schlaflose Nächte, Herzrasen, innere Unruhe oder Ängste beschreiben, bitte ich Sie, falls noch nicht geschehen, um die ärztliche Abklärung u. a. der Schilddrüsenwerte durch Ihren Hausarzt oder Internisten. Vor Beginn unserer Zusammenarbeit. Diese Symptome können körperliche Ursachen haben, die ärztlich zu behandeln sind, damit Coaching und Supervision ihre Wirkung optimal entfalten kann.

Liegen aktuelle Befunde bereits vor, genügt Ihr kurzes Wort dazu. Diese Sorgfalt stammt aus über 25 Jahren Supervision in klinischen Kontexten, unter anderem mit Psychiatern, Onkologen und Klinikteams: Ich unterscheide präzise zwischen dem, was Coaching leisten kann, und dem, was in ärztliche Hände gehört.

Beratungszeiten

Mo. – Fr. zwischen 7:30 Uhr und 21:30 Uhr nach Vereinbarung

Samstags nach Vereinbarung

Beratung online, in Frankfurt und bei meinen Klienten in Unternehmensräumen

Zertifizierungen

• Zertifiziert durch die Systemische Gesellschaft (SG)
• Zertifiziert durch die Internationale Gesellschaft für Systemische Therapie (IGST)

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