Prozessentsperrung im öffentlichen Sektor
Welches Problem ist bei gesperrten Prozessen im öffentlichen Sektor zu lösen?
Zu lösen ist die Wiederherstellung des Verwaltungsflusses dort, wo Verfahren formal korrekt und praktisch blockiert sind: Vorgänge, die zwischen Referaten kreisen, Mitzeichnungsketten ohne Ende, Projekte, die auf Klärungen warten, für die sich niemand zuständig erklärt. Die Rechtsbindung bleibt unangetastet – entsperrt wird der Umgang der Beteiligten miteinander.
Welche systemisch damit verbundenen Dynamiken und Aspekte werden in der Beratung häufig übersehen?
Übersehen wird die Schutzfunktion der Blockade: In Strukturen, in denen Beanstandungen Karrieren beschädigen und Initiative selten belohnt wird, ist der ruhende Vorgang die sicherste Option des Einzelnen. Übersehen wird außerdem das Nebeneinander von formaler und informeller Organisation – entschieden wird oft dort, wo das Organigramm es nicht vorsieht, und wer nur die formale Struktur berät, berät am Geschehen vorbei. Auf der Entscheiderebene kommt die Last der Einzelfallverantwortung hinzu, die ohne kollegialen Resonanzraum getragen wird.
Wie kann sich das Problem durch Zuwarten verteuern – an welchen Kostenstellen, in welchem Ausmaß?
Kostenstellen: Fristversäumnisse mit rechtlichen und politischen Folgekosten, Fördermittel, die verfallen, Doppelbearbeitung kreisender Vorgänge, Vertrauensverlust bei Bürgern und Wirtschaft, Abwanderung qualifizierter Kräfte in Länder, Bund oder Privatwirtschaft samt langwieriger Nachbesetzung. Das Ausmaß zeigt sich in Jahren: Ein blockiertes Verfahren bindet Personal über Haushaltsperioden hinweg.
Welche Optionen gibt es, wenn Abwarten keine Option ist?
Supervision für die Entscheiderebene – ein Format, das sich in der Bundesverwaltung bewährt hat: Aus den Supervisionen gewonnene Erkenntnisse wurden dort aufbereitet und führten zur Überprüfung und Anpassung von Prozessen. Ergänzend Klärung von Zuständigkeiten zwischen Referaten und Coaching für Führungskräfte in Veränderungsvorhaben.
Die teuersten Probleme in Organisationen und Unternehmen
- Leitungskonflikt: Die Führung blockiert sich gegenseitig – die Organisation sortiert Loyalitäten. Klärung von Leitungskonflikten
- Entscheidungsstau kostet jede Woche mehr: Vorlagen sind reif, entschieden wird nicht. Auflösung von Entscheidungsstau
- Ungeklärte Rollen: Wenn Matrix und Linie dieselbe Verantwortung beanspruchen, zahlt der Rolleninhaber den Preis. Klärung von Rollen in Matrixverantwortung oder Linienverantwortung
- Führungseinsamkeit: Die schwersten Fragen finden keinen Gesprächspartner mehr – die Entscheidungsqualität sinkt zuerst. Überwindung von Führungseinsamkeit
- Machtkampf: Einfluss wird wichtiger als Ergebnisse – und die Belegschaft schaut zu. Bewältigung von Machtkämpfen
- Verhärtete Fronten überleben ihre Sachgrundlage: Jede Übergabe wird zur Verhandlung. Auflösung verhärteter Fronten
- Teamdifferenzen bleiben unter der Konfliktschwelle – teuer wird die Summe der Symptome. Bereinigung von Teamdifferenzen
- Burnout-Gefährdung im Team: Die Verlässlichsten fallen zuerst aus. Burnout-Prävention im Team
- Führungswechsel: Die ersten hundert Tage entscheiden über Jahre. Stabilisierung nach Führungswechsel
- Zähe Abläufe im Bankensektor: Die Abstimmung kostet mehr als die Entscheidung. Effizienzsteigerung im Bankensektor
- Blockierte Verfahren im öffentlichen Sektor binden Personal über Haushaltsperioden. Prozessentsperrung im öffentlichen Sektor
- Daueranspannung im Gesundheitswesen trifft die Loyalsten – bis zur gesperrten Station. Entlastung im Gesundheitswesen
- Tech-Transformation: Die Technik wechselt schneller als die Erwartungen der Menschen. Transformationsbegleitung für Tech-Unternehmen
Executive Coaching und Klärung in der Schweizer Straße 5, 60594 Frankfurt am Main, mit Executive Coaching Johannes Faupel – Termine zwischen 7:30 und 21:30 Uhr, samstags nach Vereinbarung. Auch in den Räumen von Organisationen und Unternehmen. Telefon +49 69 4800 8888, E-Mail info@johannesfaupel.com
