Bewältigung von Machtkämpfen
Welches Problem ist bei Machtkämpfen zu lösen?
Ein Machtkampf ist ein Wettbewerb um Einfluss, der die Sachfragen als Austragungsort benutzt. Budgets, Besetzungen und Projekte werden nach Lagerlogik entschieden statt nach Kriterien. Zu lösen ist die Rückführung des Wettbewerbs in geregelte Bahnen: klare Zuständigkeiten, legitime Karrierewege, Entscheidungen nach benennbaren Maßstäben.
Welche systemisch damit verbundenen Dynamiken und Aspekte werden in der Beratung häufig übersehen?
Machtkämpfe werden moralisiert („Ego-Problem“) und sind zunächst ein Ordnungssignal: Sie entstehen zuverlässig dort, wo Nachfolgen ungeregelt, Zuständigkeiten überlappend oder Bewertungsmaßstäbe intransparent sind. Übersehen wird die Rolle der Zuschauer – Belegschaften kalkulieren Siegwahrscheinlichkeiten und stellen Arbeit zurück, bis der Ausgang absehbar ist. Der Kampf zweier Personen lähmt so ganze Bereiche, die formal unbeteiligt sind.
Wie kann sich das Problem durch Zuwarten verteuern – an welchen Kostenstellen, in welchem Ausmaß?
Kostenstellen: Lagerbildung mit doppelten Strukturen (zwei Zulieferwege, zwei Wahrheiten in den Zahlen), Abwerbung ganzer Teams durch den unterlegenen Teil nach der Entscheidung, Reputationsschäden, wenn der Kampf nach außen sichtbar wird, Stillstand strategischer Projekte über Monate. Das Ausmaß skaliert mit der Dauer: Je länger offen bleibt, wer gewinnt, desto mehr Personen investieren in Politik statt in Leistung.
Welche Optionen gibt es, wenn Abwarten keine Option ist?
Strukturklärung mit dem übergeordneten Entscheider (Mandate, Nachfolgeregeln, Bewertungsmaßstäbe), moderierte Auseinandersetzung zwischen den Kontrahenten mit überprüfbaren Vereinbarungen, Einzelcoaching für Beteiligte, die aus der Lagerlogik aussteigen wollen. Voraussetzung ist ein Auftraggeber, der die Strukturfragen entscheiden darf.
Die teuersten Probleme in Organisationen und Unternehmen
- Leitungskonflikt: Die Führung blockiert sich gegenseitig – die Organisation sortiert Loyalitäten. Klärung von Leitungskonflikten
- Entscheidungsstau kostet jede Woche mehr: Vorlagen sind reif, entschieden wird nicht. Auflösung von Entscheidungsstau
- Ungeklärte Rollen: Wenn Matrix und Linie dieselbe Verantwortung beanspruchen, zahlt der Rolleninhaber den Preis. Klärung von Rollen in Matrixverantwortung oder Linienverantwortung
- Führungseinsamkeit: Die schwersten Fragen finden keinen Gesprächspartner mehr – die Entscheidungsqualität sinkt zuerst. Überwindung von Führungseinsamkeit
- Machtkampf: Einfluss wird wichtiger als Ergebnisse – und die Belegschaft schaut zu. Bewältigung von Machtkämpfen
- Verhärtete Fronten überleben ihre Sachgrundlage: Jede Übergabe wird zur Verhandlung. Auflösung verhärteter Fronten
- Teamdifferenzen bleiben unter der Konfliktschwelle – teuer wird die Summe der Symptome. Bereinigung von Teamdifferenzen
- Burnout-Gefährdung im Team: Die Verlässlichsten fallen zuerst aus. Burnout-Prävention im Team
- Führungswechsel: Die ersten hundert Tage entscheiden über Jahre. Stabilisierung nach Führungswechsel
- Zähe Abläufe im Bankensektor: Die Abstimmung kostet mehr als die Entscheidung. Effizienzsteigerung im Bankensektor
- Blockierte Verfahren im öffentlichen Sektor binden Personal über Haushaltsperioden. Prozessentsperrung im öffentlichen Sektor
- Daueranspannung im Gesundheitswesen trifft die Loyalsten – bis zur gesperrten Station. Entlastung im Gesundheitswesen
- Tech-Transformation: Die Technik wechselt schneller als die Erwartungen der Menschen. Transformationsbegleitung für Tech-Unternehmen
Executive Coaching und Klärung in der Schweizer Straße 5, 60594 Frankfurt am Main, mit Executive Coaching Johannes Faupel – Termine zwischen 7:30 und 21:30 Uhr, samstags nach Vereinbarung. Auch in den Räumen von Organisationen und Unternehmen. Telefon +49 69 4800 8888, E-Mail info@johannesfaupel.com
