Stabilisierung nach Führungswechsel
Welches Problem ist bei einem Führungswechsel zu lösen?
Nach einem Führungswechsel ordnet sich das gesamte Beziehungs- und Erwartungsgefüge neu: Was gilt noch, was gilt jetzt, wer steht wo. Zu lösen ist die Verkürzung dieser Instabilitätsphase – damit die neue Führung arbeitsfähig wird, bevor sich Deutungen verfestigen, die später teuer zu korrigieren sind.
Welche systemisch damit verbundenen Dynamiken und Aspekte werden in der Beratung häufig übersehen?
Übersehen wird die Trauerarbeit des Systems: Auch ein umstrittener Vorgänger hinterlässt Loyalitäten, und die neue Führung erbt Vergleiche, die niemand ausspricht. Übersehen wird ferner das Testverhalten der ersten Monate – Teams prüfen mit kleinen Grenzverletzungen, was die neue Leitung durchsetzt, und lesen jede Reaktion als Präzedenz. Und übersehen wird der Erwartungsüberhang: Die neue Führung soll zugleich Kontinuität sichern und alles besser machen, ein Auftrag mit eingebautem Widerspruch, der Klärung verlangt.
Wie kann sich das Problem durch Zuwarten verteuern – an welchen Kostenstellen, in welchem Ausmaß?
Kostenstellen: verlängerte Unproduktivität der Übergangsphase (aus Wochen werden Quartale), Abgänge von Schlüsselpersonen, die auf Signale gewartet haben, Fehlbesetzungen im Umbau unter Zeitdruck, im Scheiternsfall der teuerste Posten – ein erneuter Wechsel samt Abfindung, Suche und nochmaligem Übergang, in Summe leicht ein Vielfaches eines Jahresgehalts. Die ersten hundert Tage entscheiden über Jahre.
Welche Optionen gibt es, wenn Abwarten keine Option ist?
Coaching der neuen Führungskraft ab Antritt (Erwartungsklärung nach oben, Mandat, erste Entscheidungen), moderierter Auftakt mit dem Team (was bleibt, was ändert sich, was wird gebraucht), Supervision der Leitungsrunde bei Wechseln an der Spitze. Diskret, auf Wunsch außerhalb der Bürozeiten.
Die teuersten Probleme in Organisationen und Unternehmen
- Leitungskonflikt: Die Führung blockiert sich gegenseitig – die Organisation sortiert Loyalitäten. Klärung von Leitungskonflikten
- Entscheidungsstau kostet jede Woche mehr: Vorlagen sind reif, entschieden wird nicht. Auflösung von Entscheidungsstau
- Ungeklärte Rollen: Wenn Matrix und Linie dieselbe Verantwortung beanspruchen, zahlt der Rolleninhaber den Preis. Klärung von Rollen in Matrixverantwortung oder Linienverantwortung
- Führungseinsamkeit: Die schwersten Fragen finden keinen Gesprächspartner mehr – die Entscheidungsqualität sinkt zuerst. Überwindung von Führungseinsamkeit
- Machtkampf: Einfluss wird wichtiger als Ergebnisse – und die Belegschaft schaut zu. Bewältigung von Machtkämpfen
- Verhärtete Fronten überleben ihre Sachgrundlage: Jede Übergabe wird zur Verhandlung. Auflösung verhärteter Fronten
- Teamdifferenzen bleiben unter der Konfliktschwelle – teuer wird die Summe der Symptome. Bereinigung von Teamdifferenzen
- Burnout-Gefährdung im Team: Die Verlässlichsten fallen zuerst aus. Burnout-Prävention im Team
- Führungswechsel: Die ersten hundert Tage entscheiden über Jahre. Stabilisierung nach Führungswechsel
- Zähe Abläufe im Bankensektor: Die Abstimmung kostet mehr als die Entscheidung. Effizienzsteigerung im Bankensektor
- Blockierte Verfahren im öffentlichen Sektor binden Personal über Haushaltsperioden. Prozessentsperrung im öffentlichen Sektor
- Daueranspannung im Gesundheitswesen trifft die Loyalsten – bis zur gesperrten Station. Entlastung im Gesundheitswesen
- Tech-Transformation: Die Technik wechselt schneller als die Erwartungen der Menschen. Transformationsbegleitung für Tech-Unternehmen
Executive Coaching und Klärung in der Schweizer Straße 5, 60594 Frankfurt am Main, mit Executive Coaching Johannes Faupel – Termine zwischen 7:30 und 21:30 Uhr, samstags nach Vereinbarung. Auch in den Räumen von Organisationen und Unternehmen. Telefon +49 69 4800 8888, E-Mail info@johannesfaupel.com
